Pfingstweide

Unterhalb der Kapelle und neben dem Dirt-Park liegt die Pfingstweide. Dort wurden mit Hilfe vieler fleißiger und motivierter Hände ein Kräutergarten und einige Biotope für Kleinlebewesen geschaffen. Dabei habe ich mich gefragt, was genau die Helfer dazu bewegt hat, bei diesem Projekt mitzuarbeiten.

Als erstes habe ich unseren Vorstand Manfred Bischoff dazu befragt und er sagte mir folgendes: „Pfingstweide? Nicht erst seitdem die Wanderjugend und Naturschutzgruppe hier in mühevoller Arbeit Biotope angelegt hat. Damit ist es nicht getan. Die Pflege und der Weiterbau verlangen regelmäßige Arbeitseinsätze. Alleine der Blick über Sulzbach und das Maintal sind einen Ausflug dorthin wert, dabei kann man die Biotope bewundern. Die älteren Mitglieder unseres Vereines denken bei der Pfingstweide noch an die Anfänge unseres traditionellen Käsefestes. Dies fand in den 60er Jahren dort oben zum ersten Mal statt.“ Wie das Käsefest entstand erfahrt ihr nächste Woche.

Manfred Horbelt aus der Naturschutzgruppe hat ein paar Zeilen verfasst zu den Fragen, warum wir das Projekt aufgebaut haben und worin seine Motivation liegt, daran weiterzuarbeiten. „Es ist immer wichtig – und nicht nur in Corona Zeiten – Kindern sinnvolle Angebote zur Freizeitgestaltung zu machen, sie z. B. mit raus zu nehmen in die Natur, sie zu motivieren und anzuleiten, die unglaublich vielfältigen kleinen Wunder zu entdecken. Das ereignet sich, glaube ich, bei jedem Treffen auf der Pfingstweide und anderorts. Dass neben Spiel und Vergnügen es für die Kinder natürlich auch mal anstrengend ist und Ausdauer abverlangt wird, ist kein nachteiliger Nebeneffekt. Mit dieser Gruppe und diesem Betreuerteam macht jedes Projekt auf der Pfingstweide Lust auf mehr. Der Zustand unserer Umwelt verpflichtet uns, die junge Generation für die Naturschutzarbeit zu begeistern!“

Zu der Frage was unsere Kräuterhexe Irina Langsfeldt auf der Pfingstweide bewegen will, antwortete sie folgendermaßen: „Wir haben in Sulzbach nur wenige Blühflächen für Insekten, was ich persönlich sehr schade finde. Wichtig ist vorallem, dass schon Kindern das Miteinander mit der Natur vermittelt wird. Das ist auf der Pfingstweide super möglich. Ich sehe es als Mitglied der Naturschutzgruppe und auch als Kräuterführerin als meine Pflicht an, etwas zum Erhalt einer intakten Natur zu tun. Das erreiche ich, indem ich Biotope, nicht nur für Insekten, sondern z. B. auch für den Igel, die Hornissen, den Siebenschläfer usw. erschaffe.“

Manfred Knippel, Mitglied des Jugendbeirates verbindet folgendes mit dem Projekt: „Die Pfingstweide liegt mitten in einer wunderschönen und auch ökologisch wertvollen Landschaft. Als uns die Gemeinde das Grundstück zur Pacht angeboten hat, sprudelten gleich die Ideen, wie man das Gelände naturnah gestalten könnte, damit es sich zwischen unseren kostbaren Streuobstwiesen und dem schönen Wald einfügt. Sich mit und in der Natur zu beschäftigen, macht nicht nur Spaß, sondern sorgt für einen wichtigen Ausgleich für Körper und Seele.“

Ich, Manuela Bäumen, habe mir persönlich auch die Frage gestellt, was für mich die Pfingstweide ausmacht: „Das Projekt ist aus der Grundidee entstanden, eine Schmetterlingswiese anzulegen. Wir haben lange überlegt, wie wir das umsetzen können, bis wir unseren ersten Einsatz auf der Pfingstweide hatten. Mittlerweile haben bei vielen Arbeitseinsätzen einige unterschiedliche Biotope ihren Platz gefunden. Ich freue mich jedes Mal, wenn wir gemeinsam mit Familien, Kindern oder Interessierten unsere Ideen umsetzen können. Nach getaner Arbeit sitzen wir am Feuer, es wird gegrillt und das Gemeinschaftsgefühl wird hierbei gestärkt. Es ist immer wieder spannend, wenn ich die bereits entstandenen Lebensräume begutachte und sehe, wie gut sie angenommen werden. Es tummeln sich viele Tiere und es summt und brummt überall. Ich bin der Meinung, dass der Erhalt der Lebensräume für Flora und Fauna unsere gemeinsame Aufgabe ist und in einem Team macht das besonders viel Spaß.“

Eure Manuela Bäumen, Jugendwartin

Käsefest 2020

Liebe Vereinsmitglieder, Helfer und verehrte Gäste

Leider muss unter den aktuellen Umständen das traditionelle Käsefest für dieses Jahr abgesagt werden. Die Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen.

Wir freuen uns auf ein für alle hoffentlich besseres kommendes Jahr.

„Lerne deine Heimat kennen – Teil 3“

Haben wir euch mit unseren 4 Wandertipps bereits nach draußen locken können? Wir sind davon überzeugt, dass wir die Zeit sicher gut über die Bühne bringen, bis wir wieder gemeinsam wandern dürfen.
Mit unserer dritten „Wandertippreihe“ wollen wir euch in die Vergangenheit entführen.

Tipp Nr. 1: „Räuberland im Spessart“ Qualitätstour Eschau
Start der 9,3 km langen Wanderung ist am Friedhof in der Wildensteinerstraße in Eschau. Der Weg führt über den „Europäischen Kulturweg Eschau 1 – Burg Wildenstein“.
Der Graf von Rieneck errichtete die Burg Anfang des 13. Jahrhunderts. Heute ist sie einer der größten und zugleich interessantesten Beweise des Mittelalters im Spessart.
Auf der Höhe der Burg geht es rechts auf den Rundweg Eschau E3, bis dieser in Unteraulenbach auf den Spessartbundesweg (roter Strich) kreuzt. Von dort aus geht es links in Richtung Eschau. Am Ortseingang folgt man wieder dem „Europäischen Kulturweg Eschau 1 – Burg Wildenstein“ bis zum Wanderparkplatz. Die Dauer der Rundwanderung beträgt etwa 3 Stunden.

Tipp Nr. 2: Historischer Ortsrundgang Sulzbach
Früher diente die Ortsmauer zum Schutz vor Angriffen. Die Mauer umgab damals den ganzen Ort. Von 2012 bis 2015 wurde sie restauriert. Lasst euch auf eine kleine Zeitreise mitnehmen, um etwas über die Türme, Tore, Mauern und Pfade von Sulzbach zu erfahren. 8 Hinweistafeln geben euch interessante Informationen.
Bei diesem 2,5 km langen Spaziergang kommt man an der gesamten historischen Ortsbefestigung entlang.
Start des kleinen Rundweges ist gegenüber des Rathauses in der Hauptstraße (Parkplatz neben der Eisdiele). Der Weg führt über die „Hintere Dorfstraße, weiter zum Nordtor, über die „Die Grüne Lunge“. Danach am Mauerverlauf in der Jahnstraße entlang zu den Türmen an der Pfortengasse/Jahnstraße. Zum Abschluss lädt ein Besuch im Seniorengärtchen ein. Dieser Ort dient nicht nur der Ruhe und Erholung, sondern auch der körperlichen Fitness und Betätigung.
In diesem Zusammenhang möchte ich den deutschen Dichter und Aphoristiker Peter Sirius zitieren:
„Viel wandern macht bewandert.“

Bei meinen Recherchen bin ich auf eine schöne Internetseite gestoßen, die das Wort bewAndert in zwei Worte aufgespalten hat. Und zwar in BEWUNDERN UND WANDERN. Ein Mensch der bewandert ist, hat schon viel gesehen und entdeckt. Nicht nur alleine durch das Wandern erleben wir vielfältige Eindrücke. Wir kommen an viele Orte, an denen wir in unsere eigene Geschichte eintauchen und diese hautnah miterleben können.
Wir wünschen euch spannende Momente auf euren Ausflügen in die Vergangenheit.

Euer Jugendbeirat

Naturschutzgruppe und Wanderjugend

Neues von der Pfingstweide

Leider hat uns auch beim Pfingstweiden-Projekt die Corona-Pandemie einen Strich durch die Rechnung gemacht. Geplant war, großflächig eine Blühwiese anzulegen, um Nahrungsquellen und Lebensraum für die Insekten zu schaffen. Aufgrund der Kontaktbeschränkungen konnten wir aber nur einzeln oder im Familienverbund arbeiten. Immerhin haben wir jetzt drei „Testfelder“ angelegt, wo wir verschiedene Blumenmischungen (Veitshöchheimer Bienenweide, Wildblumenmischung „Aschaffenburg summt“, sowie eine spezielle Mischung für Schmetterlinge) gesät haben. Ein Sulzbacher Landwirt hat uns dabei fachkundig beraten, herzlichen Dank dafür.
Eine Bitte haben wir an die Besucher der Pfingstweide: wir haben dort verschiedene Kleinbiotope angelegt wie z. B. Steinhaufen, Trockenmauer, Erd- und Sandhügel. Diese sind als Lebensraum für Insekten und andere Tiere vorgesehen, nicht als Spielplatz für Kinder. „Nur schauen, nicht anfassen!“ lautet also die Devise. Vielen Dank für euer Verständnis!

Geheimrezept der Kräuterhexe

Eine weitere Woche ist vergangen und wir haben uns Gedanken darüber gemacht, mit was wir euch diesmal eine Freude machen können.

Letzte Woche hat Irina uns das Rezept für den Löwenzahnhonig verraten. Vielleicht habt ihr ihn schon hergestellt und bereits in einem Tee oder auf einem Brot zum Frühstück verspeist.

Wir haben lange überlegt und dann ist uns die Kräutersuppe eingefallen. Wir haben sie vor ein paar Jahren am Palmsonntag am Wanderheim ausgegeben. Der Ein oder Andere kann sich bestimmt noch an diese Wanderung erinnern. Wir sind an der Ortsmauer entlang gelaufen und haben viel wissenswertes rund um das Thema Ostern erfahren. Es gab viele Besucher, die diese Suppe wirklich lecker fanden und sich gefragt haben, was für Zutaten unsere Kräuterhexe in der Suppe verarbeitet hat. Dazu gleich mehr.

Wir haben uns für die Kräutersuppe entschieden, da in den Wildkräutern unzählige Stoffe schlummern, die unseren Stoffwechsel unterstützen, das Immunsystem stärken und unser Wohlbefinden steigern. Kurz und knapp: Wildkräuter sind richtig gesund.

Natürlich war unsere Kräuterhexe gleich bereit und hat uns das Geheimrezept aufgeschrieben.

Viel Spaß damit und guten Appetit wünscht

Der Jugendbeirat

So es geht los:
Kräutersuppe 4 Portionen

Je 1 HandvollBrennnessel (Junge Spitzen)
Giersch, Sauerampfer
Vogelmiere
Spitzwegerich
Knoblauchsrauke (auch gerne die Blüte)
Lindenblätter (junge)
Burkenblätter (junge)
2 mittlere Kartoffeln
30 gr. Butter
2 EL Mehl
1 mittelgroße Zwiebel
1,5 Liter Gemüsebrühe
1/2 Sahne-Schmelzkäse
Salz und Pfeffer

Die Zwiebel mit der Butter anschwitzen. Das Mehl dazugeben und eine Mehlschwitze zubereiten. Die Gemüsebrühe nach und nach unterrühren und die Mehlschwitze damit ablöschen. Den Schmelzkäse in kleinen Mengen zugeben und auflösen lassen. Kartoffeln in kleine Würfel schneiden und weich kochen. Natürlich immer unter stetigem Rühren, sonst brennt es an. Sobald die Kartoffeln weich sind kommen die Kräuter ohne Stiele dazu und das Ganze 10 bis 20 Minuten köcheln lassen. Die Kräuter sollen nicht dunkelgrün werden. Jetzt kommt mein Zauberstab zum Einsatz (Pürierstab). Ich püriere das ziemlich fein. Das kann aber jeder für sich selbst entscheiden. Ganz zum Schluss kommt die süße Sahne dazu. Als Deko könnt ihr ein paar Gänseblümchen auf die Suppe geben. Aber auch Croutons machen sich gut.Ich wünsche ich euch gutes GelingenEure Kräuterhexe Irina

Naturschutzgruppe

Vogelstimmenwanderung
Der Frühling ist in vollem Gang; die Zugvögel, Kuckuck, Nachtigall, Weißstorch usw. sind aus ihren Überwinterungsgebieten zu uns zurückgekehrt.
Also, raus geht’s mit Fernglas und Foto, zeitig am Morgen und am besten mit fachkundlicher Leitung…..
Dieses Jahr leider nicht mit Freunden und vogelkundlich Interessierten auf unserer traditionellen Vogelstimmenwanderung durch die Mainauen und durch das Streuobst am Breiten Weg mit gemeinsamem Frühstück zum Abschluss mitten in der frühlingshaften Flur.
Aus bekannten Gründen muss heuer jeder für sich selbst bzw. im kleinen privaten Kreis „seine“ Vogelstimmenwanderung unternehmen. Schade und dennoch: Schöne Beobachtungen und Erlebnisse an einem Maimorgen.
Vergesst nicht die „Stunde der Gartenvögel“ vom 08. – 10. Mai und bleibt gesund.

Ein gelbes Meer auf unseren Wiesen

Die Sonne scheint am Himmel und uns zieht es raus für einen Spaziergang. Wenn wir an Wiesen vorbeilaufen sehen wir ein gelbes Meer aus Löwenzahn. Der Name Löwenzahn leitet sich von seinen grob -und scharfgezähnten Blättern ab. Er wird auch Sonnenwirbel genannt, wegen der schönen gelben Blütenköpfen. Den Namen Milchblume hat er sich eingebracht, da die gesamte Pflanze einen bitteren Milchsaft enthält. Aufgrund seiner harntreibenden Wirkung wird er in manchen Gegenden Bettseicher oder Seichblume genannt. Wir sehen den Löwenzahn oft als Unkraut an, obwohl er zu den essbaren Wildkräutern gezählt wird. In der Naturheilkunde unterstützt Löwenzahn die Funktionen von Leber, Galle und Nieren. Löwenzahn-Tee wirkt harntreibend, hilft gegen Völlegefühl und regt die Fettverbrennung an. Wir haben unsere Kräuterhexe Irina nach einem „Löwenzahnrezept“ gefragt und sie hat uns eins zur Verfügung gestellt. Probiert es aus. Wir sind gespannt was ihr berichtet.

Euer Jugendbeirat

Liebe Wanderfreunde,

lasst mir bitte die Beiträge für das Mitteilungsblatt bis spätestens Montag Abend zukommen.
Vielen Dank.

Gruß Sabine